Eine Recherche von Yanik Kloter
Es braucht Vorbilder in der Kulturlandschaft: Neue Logiken, Techniken und Praktiken führen zu neuen terrestrischen Oberflächen und Strukturen, Interaktionen und Bildern. Die Transformation unserer Landwirtschaft ist ein Prozess der sowohl Aufbau als auch Abbau umfasst und bis in kosmologische Dimensionen reicht. Es geht um die Neubildung von Ideen, Narrativen, gesunden Böden. Um Kreisläufe. Die Etablierung zeitgemässer, kreativer Produktions- und Verwertungsketten und einer nachhaltigen Beziehung zwischen Produzent:innen, Konsument:innen und Produktionsgrundlagen. Einer neuen Beziehung zu uns und unserer Umwelt.
Die Recherche ist meine persönliche, biografisch beeinflusste Auseinandersetzung mit Kulturlandschaften. Ich bin in der Luzerner Agglomerationsgemeinde Kriens aufgewachsen. Mein Vater ist in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo geboren und meine Mutter in Hasle, im Luzernischen Entlebuch. Städtisch sozialisiert, hat sich in meinem bisherigen Leben doch eine tiefe Beziehung zu ländlichen Räumen entfaltet. Diese familiären sowie emotionalen Verbindungen in die produktiven Landschaften ausserhalb der Ballungsräume stehen am Ursprung dieser Untersuchung.